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Canoe/Kayak Sprint European Championships 2013 Montemor-o-Velho (POR)

Montemor-o-Velho 2013 Find all information about the canoe/kayak Europe champs 2013 in Portuguese Montemor-o-Velho. Montemor-o-Velho is a little village near Figueira Da Foz between Porto and Lisbon. Although it is small it is well known in the canoe world - especially because of the NELO Winter Challange.
Short facts:

EM in Montemor: Ein silberner Vormittag bekam am Ende noch goldenen Glanz

(de)

Drei Mal hatten die DKV-Boote bei den Europameisterschaften in Montemor-o-Velho am ersten Finaltag mit den Entscheidungen über 1000m und im K4 der Damen über 500m bereits Silber eingesammelt, dann bescherte der Kajak-Zweier der Herren im vorletzten Rennen am heutigen Vormittag dem DKV doch noch EM-Gold.

EM-Gold für Max Rendschmidt/Marcus Groß
Das jüngste Boot im Feld mit dem 19-jährigen Max Rendschmidt (Essen) und dem 23-jährigen Marcus Groß (Berlin) fuhr unbekümmert ein starkes Rennen und setzte sich nach dem Weltcupsieg von Racice diesmal vor dem russischen Duo Medvedev/Ryakhov und Havel/Sterba aus Tschechien durch. Die beiden Deutschen hatten von Beginn an die Initiative übernommen und ließen sich auch von Zwischenspurts der Konkurrenz nicht aus der Ruhe bringen. „Das war das zweite Rennen, das wir voll gefahren sind. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass es nach wenigen Wochen zusammen im Boot so gut läuft. Wir haben gezeigt, dass wir den anderen die Stirn bieten können“, kommentierte Schlagmann Max Rendschmidt ihre mehr als überzeugende Vorstellung. Und sein Bootspartner Marcus Groß fügte hinzu: „Wir wussten aus der Erfahrung von Racice, dass wir das Tempo bis zum Ende durchstehen können.“

Eine reichliche Stunde zuvor hatte Titelverteidiger Max Hoff (Essen) im K1 über 1000m die erste Silbermedaille des Tages für den DKV eingefahren. Das Rennen dominierte von Beginn an der Däne René Holten Poulsen, Max Hoff hielt Anschluss, konnte den Vizeeuropameister des Vorjahres bis ins Ziel aber nicht mehr abfangen. Dritter wurde der junge Tscheche Josef Dostal. Mit seinem zweiten Rang zeigte sich Max Hoff durchaus zufrieden: „Aus meiner Sicht war es ein gutes Rennen. Ich kann mir keine Vorwürfe machen irgendwo etwas falsch gemacht zu haben. Es scheint so, dass ich bei Rückenwind gegen René zur Zeit keine Chance habe“, meinte der Bronzemedaillengewinner von London.

Kajak Damen auf Medaillenkurs

Zweimal Silber steuerten ferner die Kajak-Damen zur DKV-Ausbeute bei. Zunächst paddelten Carolin Leonhardt (Mannheim) und Conny Waßmuth (Potsdam) im K2 über 1000m hinter den erneut erfolgreichen Titelverteidigerinnen Naja/Mikolajczyk aus Polen und vor dem rumänischen Boot Lauric/Plesca auf den zweiten Rang: „Wir wussten, dass unser Boot gut läuft, und wir wussten auch, dass wir so schlecht nicht sein können, obgleich wir vorher noch nicht auf die Konkurrenz getroffen sind“, sagte Carolin Leonhardt nach dem Rennen. Auch „Sprinterin“ Conny Waßmuth strahlte über ihre Medaille und merkte an, nach ebenfalls Silber im Zweier bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2001 nun 12 Jahre später auf dieser Distanz erneut eine Medaille gewonnen zu haben.

Eine Viertelstunde später erkämpfte auch der K4 der Damen mit Franziska Weber (Potsdam), Verena Hantl (Karlsruhe), Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) EM-Silber. Den Sieg sicherte sich das gegenüber dem Weltcup in Szeged mit Natasa Janic noch einmal verstärkte Boot aus Ungarn, das deutsche Quartett verwies um 15 Hundertstelsekunden die Weißrussinnen auf Rang drei. Schlagfrau Franziska Weber konstatierte: „Unser Boot lief eigentlich richtig schön durch und doch war ich überrascht, dass wir in der Nachstartphase nicht mit den Ungarinnen mitgehen konnten. Da sind sie uns einfach weggefahren. Doch darauf sollen sie sich mal nicht ausruhen“, fügte die Potsdamerin gleich eine Kampfansage im Hinblick auf die WM hinzu. Auch Katrin Wagner-Augustin unterstrich: „Ich denke, dass wir noch einen Zahn zulegen können.“

Canadier im Pech

Für die Canadier des DKV stand der erste Finaltag indes unter keinem guten Stern. Im C1 über 1000m musste Titelverteidiger Sebastian Brendel (Potsdam) diesmal der Konkurrenz den Vortritt lassen und kam auf Rang sechs. Der Sieg ging an den Weltcupsieger über 500m von Racice Martin Fuksa (CZE), Silber und Bronze erkämpften Mathieu Goubel (FRA) und Marcin Grzybowski (POL).

Im C2 sorgte ein nicht funktionierendes Startkommando unter den Athleten für einige Irritationen, so auch beim deutschen Duo Ronald Verch Potsdam) und Sebastian Hennig (Leipzig), das vom plötzlichen Heruntergehen des Startschuhs überrascht wurde. Da das komplette Feld jedoch – wenn auch in unterschiedlicher Intensität – losfuhr und von keinem Boot direkt ein Fehlstart reklamiert worden war, hatten auch die Protestabsichten des deutschen Teams und einiger weiterer Nationen keine Aussicht auf Erfolg. Verch/Hennig kämpften – zunächst auf dem letzten Platz liegend – von Beginn an mit den Wellen der Boote auf den Nebenbahnen und kamen so am Ende über Rang sieben nicht hinaus. Den Sieg holten sich die von Anfang an führenden Russen Korovashkov/Pervukhin vor dem ungarischen Boot Vasbanyai/Mike und den Rumänen Dumitrescu/Mihalachi. „Ich habe kein Startkommando gehört, plötzlich ging der Schuh runter, da war alle Ruhe und Konzentration weg“, äußerte Ronald Verch verärgert nach dem Rennen. Im abschließenden Finale der Canadier-Vierer über 1000m fuhren Peter Kretschmer, Kurt Kuschela (beide Potsdam), Erik Leue (Magdeburg) und Erik Rebstock (Neubrandenburg) auf Rang sechs. Gold holte das Quartett aus Weißrussland, Silber ging an Rumänien und Bronze an das Boot der Ukraine.

Chefbundestrainer Reiner Kießler formulierte als Fazit der ersten Finalentscheidungen: „Ich bin mit unserem Abschneiden heute nicht unzufrieden. Wir wussten, dass es schwer werden würde, Siegleistungen zu erzielen. Die EM ist nicht unser Saisonhöhepunkt, unsere Vorbereitung ist auf die WM ausgelegt, wir sind hier praktisch aus dem Training heraus an den Start gegangen. Leider haben wir gerade in unserer stärksten Disziplin vom Vorjahr, bei den Canadiern, heute Federn lassen müssen. Aber ich betrachte das sowohl im C1 als auch im C2 noch nicht als dramatisch“, so der Chefcoach.

In den Vor- und Zwischenläufen über die 200m-Sprintdistanz am Nachmittag erreichten weitere vier Boote des DKV die Finals morgen Mittag. Als Vorlaufsieger direkt ins Finale fuhren die Weltcup-Zweiten von Posen im K2 der Herren Ronald Rauhe (Potsdam) und Jonas Ems (Essen). Jeweils mit einem Sieg im Semifinale machten der Weltcup-Zweite von Posen im K1 Tom Liebscher (Dresden) und der K2 der Damen mit Carolin Leonhardt und Conny Waßmuth die Finalteilnahme klar. Platz zwei im Semifinale reichte auch Stefan Holtz (Leipzig) im C1 über 200m zur Finalqualifikation. Im K1 der Damen schied Tina Dietze mit Rang vier im Zwischenlauf leider aus.

Erneut Silber für Paracanoeing-Athleten

In den Paracanoeing-Entscheidungen zum Abschluss des zweiten Wettkampftages konnte der DKV eine weitere Silbermedaille verbuchen. Tom Kierey vom KC Borussia Berlin paddelte in der Klasse K1 Herren LTA über 200m hinter dem Rumänen Iulian Serban auf Rang zwei. Welt- und Europameister Gerhard Bowitzky (WSV PCK Schwedt) belegte diesmal in der Klasse V1 LTA Platz vier und in der Klasse K1 TA kam Stefan Deuschl (MTV München) auf Rang acht.

Komplette Ergebnisse:

http://www.canoesprintportugal.com//timetable-and-results.html

Text: H.-P. Wagner

Source: http://www.kanu.de/go/dkv/_dbe,news,_auto_473556.xhtml#.Ub2LB44Y1V0